Tarifvertrag ngg bremen

Mondelez und die Deutsche Gewerkschaft Nahrung-Andere (NGG) verhandeln im ehemaligen Kraft Jacobs-Werk in Hemelingen (Bremen) über einen neuen Tarifvertrag. Nein, ein Tarifvertrag gilt generell nur für Gewerkschaftsmitglieder. Generell ist der Einfluss der deutschen Gewerkschaften seit 1990 zurückgegangen und musste 2004 sinkende Realeinkommen und eine Reform des Sozialsystems (“Hartz-IV-Gesetze”) hinnehmen, die die Löhne zusätzlich unter Druck setzten. Seit einigen Jahren setzen sich der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften für die Einführung eines Mindestlohns in Deutschland ein. Bis weit in die 1990er Jahre hinein hatten sie diese Idee abgelehnt, weil sie durch ihre starke Position im deutschen Tarifsystem bessere Ergebnisse erzielten. [2] Mitglieder der IUL-Mitgliedsorganisation NGG, die in der Produktion im Bremer Werk von Jacobs Douwe Egberts tätig sind, haben als Reaktion auf skandalöse Tarifvorschläge des Unternehmens Arbeitskampfmaßnahmen ergriffen. Dieter Nickel von der NGG sagte: “JDE-Beschäftigte stellen einen Produktionsrekord auf, arbeiten sieben Tage die Woche rund um die Uhr, machen Gewinne und verdienen ihren fairen Anteil.” Das Swedish Entrepreneurship Forum, eine politische Forschungsorganisation mit Schwerpunkt auf Unternehmertum und Entwicklung kleiner Unternehmen, stellt in der schwedischen Plattformwirtschaft eine Tendenz fest, freiwillig sektorale Tarifverträge zu unterzeichnen. Ein Fragebogen, der 2018 von der Geschäftsleitung von Plattformen ausgefüllt wurde, zeigt, dass die Begründung für diese freiwilligen Vereinbarungen auf dem Wunsch der Plattform liegt, als “faire Option” anzusprechen und Zugang zu qualifizierten Arbeitskräften in einem engen Arbeitsmarkt zu erhalten. Im April 2018 unterzeichneten die dänische Gewerkschaft 3F und die Plattform für Reinigungsdienste Hilfr den ersten Tarifvertrag über Plattformarbeit in Dänemark. Das Abkommen trat am 1.

August 2018 in Kraft und wird als Pilot für 12 Monate laufen. Arbeitnehmer erhalten mindestens 130 DKR pro Stunde (17,45 € ab Mai 2018) und eine zusätzliche DKR 20 (2,70 €) als “Sozialzuschlag”. Letzteres muss vom Arbeitnehmer wegen Krankheit, Ruhestand, Urlaub und ähnlichem beiseite gelegt werden. Darüber hinaus sieht das Abkommen einen Informationsaustausch zwischen der Plattform und den Steuerbehörden vor. SharingEspaa (SHES) ist ein Kollektiv von Unternehmen, die in der Plattformwirtschaft in Spanien tätig sind und darauf abzielt, “zur Verteidigung der Entwicklung und des Rufs der kollaborativen Wirtschaft und zum Schutz ihrer Nutzer” zu handeln. Das Kollektiv hat eine Reihe von 13 Grundsätzen ausgearbeitet und veröffentlicht, darunter das Bestreben, das Image der Bürger als Produzenten und Kleinstunternehmer zu stärken und seine Geschäftsmodelle auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene zu fördern. SHESH organisiert auch thematische Frühstücke für den Bereich Mobilität, Tourismus, Dienstleistungen, Bildung und Finanzierung und bringt Vertreter des privaten und öffentlichen Sektors zusammen, um Herausforderungen im Kontext der kollaborativen Wirtschaft zu diskutieren.

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